Freitag, 11. September 2015

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Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, würde euch dieser Blogpost von Neuseeland aus erreichen. Doch weil bei mir so generell nichts nach Plan verläuft, schicke ich diesen Post von Deutschland aus. Aus meinem Zimmer. Von Zuhause.
Aus verschiedenen Gründen habe ich mich vor knapp 4 Monaten dazu entschieden, eher als gedacht nach Hause zu fahren. Für mich war und ist das genau die richtige Entscheidung.
Meine Reise nach und durch Neuseeland hat mir super viel Spaß gemacht, ich habe nicht nur einen Teil von Downunder kennengelernt, sondern auch von mir. Ich habe sowohl schöne als auch nicht so schöne Erlebnisse machen können, doch im Nachhinein haben mich all diese Erfahrungen voran gebracht, haben mich ein Stück mehr geformt und mich gelehrt, mal etwas weiter über den Tellerrand zu schauen.


Zurück nach Hause zu kommen war aber gar nicht so einfach wie ich erst dachte.
Als ich im Januar in den Flieger nach Neuseeland gestiegen bin, hab ich einen kleinen Teil von mir hier zurück in Deutschland gelassen. Nicht nur meine Möbel, Klamotten, Familie und Freunde. Aber auch ein bisschen von mir selber. Ich habe versucht, so offen und "unbelastet" nach Neuseeland zu kommen, wie es mir eben möglich war. Als ich dann in Neuseeland angekommen war, fing für mich ein neues Leben an. Alles, was meine Freunde und Bekannte hier über mich wissen war da völlig belanglos und egal. Ich war ein neuer Mensch in einer neuen Umgebung  mit neuen Leuten. Ein leeres Blatt, was ganz neu beschrieben werden kann!
Also fing für mich erst eine sehr unbeschwerte Zeit an, in der ich dachte, dass ich anders bin, als ich es in Deutschland war. Denn niemand wusste, wie ich in Deutschland war, ich konnte sein was und wer ich will.
Doch man ist nicht ewig immer etwas Neues.
Man lebt sich ein, kennt seine Umgebung, grüßt die Nachbarn und ist.. Zuhause. Und dann fallen einem Dinge auf die man tut, sagt, denkt und fühlt. Und dass man doch gar nicht so neu und anders ist wie Zuhause. Nur wurde mir das dann erst bewusst.
Von Tag zu Tag wurde mir mehr klar, wer ich eigentlich bin, was ich mache und wofür ich stehe. Sachen, die für mich in Deutschland vielleicht zu selbstverständlich waren um sagen zu können "das bin ich, das macht mich aus".
Ich habe in Neuseeland Freunde gefunden, habe dort gearbeitet und gelebt. Im Schlaf könnte ich durch die Straßen der Stadt in der ich gelebt habe schlendern und genau wissen, wo es nach Hause, zu Freunden oder zum Einkaufsmarkt geht.
Und obwohl so viele Orte bekannt sind, irgendwie Zuhause sind, ist das alles gar nicht wie Zuhause.
Sobald ich meine gewohnte Umgebung verlassen habe, war alles neu und aufregend.
Einige Reisen habe ich zusammen mit Freunden gemacht doch meistens war ich alleine unterwegs. Und wenn man so ganz alleine ist, 20000 Kilometer von all dem entfernt was die letzten 20 Jahre mein Leben war, dann fängt das an, wovon alle Reisende reden, träumen und sobald sie wieder Zuhause sind dann vermissen.
Nach Hause zu kommen war genau das Richtige, die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit. Und doch ist es schwer, weil alles, was man in dieser Zeit die man weg war erlebt hat, steckt in einem drin und macht so viel mit einem, ist so aufregend, dass diese Unaufgeregtheit von Zuhause fast schon erdrückend ist.
Lange wollte ich einfach nur wieder weg, Rucksack packen und bloß weg von hier, weil ich zwar 6 Monate weg war und mit mir so viel passiert ist und ich so viel gemacht hab, aber Zuhause genauso ist, wie ich es vor 6 Monaten zurückgelassen hatte. Und von einem unbeschreiblichem Spektrum von Neuem und Aufregendem zurück in eine fast schon triste Öde des Altbekannten zu kommen.. war für mich sehr schwierig.
Heute habe ich mir zum ersten Mal wieder die Bilder angeschaut, die ich so geschossen hatte. Habe Bilder gesehen von Orten an denen ich war, von Freunden mit denen ich die schönsten Momente erlebt habe und Bilder von meinem Zuhause, welches so unglaublich weit weg von meiner Heimat ist. Uglaublich weit weg von mir ist. Und ich hatte das Gefühl, diese Bilder sind nicht von mir, weil das vergangene halbe Jahr sich mehr wie ein Traum anfühlt als die Wirklichkeit.
Und langsam wird mir bewusst, dass ich wirklich dort war, dass ich wirklich all diese Erfahrungen gemacht habe, dass all dies für immer ein Teil von mir sein wird. Und dass ich an all den Erfahrungen und jetzt Erinnerungen gewachsen bin. Oh Gott, wie Sehnsüchtig ich bin, weiter zu reisen, lebendig zu sein.
Und das Einzige, was diese unglaubliche Sehnsucht in mir beruhigen kann, ist, das ich weiß, dass es nicht meine letzte Reise war.


Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind.
Hermann Hesse




 If anything ever in my life would be like it was planed, this post would have come to you from new zealand. But as my life is always not like i expect it to be, it comes from germany.
And now I am sitting in my room, typing my thoughts and can't believe I am actually sitting in my bed, my room, my home.
I decided to come home 4 months ago. For me, it was exactly the right thing to do. My journey to and through new zealand was awesome. I learned a lot, not only about new zealand and how life's going down there but about me as well. I experienced a lot of beautiful things but also unexpected and unlovely things. But all stuff I did or was part of, teached me something and now i feel like i understand a lot more about myself and how and whom i want to be/ i am. 

But coming home wasn't easy at all. Although it was the right thing to do and i've never been unhappy about my decision, i miss living in new zealand. I miss all the crazy stuff i did there, i miss my friends and our weekly meetings, i miss my hostfamily and i miss being part of something really exciting and special. 
So when i left germany back in january i left somethings there. Not only my furniture, clothes or friends and familiy. But even a little bit of myself. I tried to start my 'new zealand life' as open and as new as i could. 
And in the begining it was so easy, life in new zealand was like i had nothing to worry about because everything seems to be so easy without anyone knowing something about me. And i thought i was being different than i used to be in germany, like i became a whole different person or at least big parts of me had changed. 
But as i got comfortable with my environment, hostfamily and friends and got comfortable with talking english all the time i noticed things i did, or said, thought or felt. 
I noticed, that i wasn't that much of a different person as i thought i was. 
I was being me all the time, just like i used to be in germany but it was so much more noticable to me than ever in my life. Suddenly i knew what and who i am, what i think about certain things and what's important for me. 
So, at some point my new zealand home became my home, i got even more comfortable with my hostfamily and my new friends became one of the closest persons in my life. Eventhough there was a big ocean and two continents between me and my german home i felt like being home, i felt good. But as soon as i left my hometown it was so adventurous and exciting. I expirienced a lot with my friends but i think most of the time i travelled alone. And travelling alone teachs you alot about yourself. About what's important for you, and what priorities you have. 
I think the best thing and propably most important thng i learned during my time in new zealand is to stand for whats good for yourself, because nobody else will do that for you. You need something, ask for it! 
No one can read your mind, so stop being shy and get it together. 
But anyway.. 
But nevertheless, my time had come and it was for me to go back home, to start my life and move forward. 
But the second i left the plane i felt wrong. Maybe because no one was talking english and i couldn't pay 50cents with my credit card anymore. 
But also because it suddelny came to me that it's over now. A part of my life has finished and i am at a whole new start. Just like you end eating that chocolate cake that's so good, it has been the best piece of cake in your life so far but you have to stop eating it because otherwise your tummy will hurt and you'll regret eating it at all. 
And i didn't want to regret my time in new zealand. i never did. 
So being back home was cure and poison at the same time. I loved being back in my room, having my familie, friends and especialy my dog around me. But i felt incomplete, like some really big part of me still doesn't want to be here, just like i felt before i even left germany. 
And the wish to take my backpack and just leave and explore is still unbearable. But i know that it won't be the last time i travelled and i know i'll see so much more of this wonderful world someday. 

And i am so thankful all of this happened to me, i am so proud to be able to say 'i used to live in new zealand and it was awesome'. 





my little monkeys. i miss you so so much!








i have so many beautiful and stunning pictures of the nature and landscape of new zealand and i can't get enough of them. it's really hard to choose the best ones because they are just pictures and you can't really feel how i felt when i was there and how it looked like in reality.
but it's all in my mind and i'll never forget.
 

 
 






Sonntag, 22. Februar 2015

Akaroa #3

Als wir am Ende unserer Scenic Rundtour angekommen sind, waren wir an einem der schönsten Orte, die ich bisher hier in Neuseeland gesehen habe.
Es war wie ein eigenes kleines Paradis, total idyllisch und.. ich weiß wirklich nicht, wie ich es mit Worten beschreiben soll.
Wir waren auf der Familienfarm der 'Reiseunternehmer' und das auf der anderen Seite des Vulkans, also zur Meerseite hin.
Wir waren also dort in der kleinen Bucht, total abgeschieden von jeglicher Zivilisation. Und vielleicht war das auch grade so schön, weil keiner auf sein Handy schauen konnte und dort auf irgendwelchen sozialen Netzwerken rumschauen konnte, sondern alle miteinander geredet haben und es einfach nicht drauf ankam, was außerhalb passiert.
Naja, und das was wir so sehen konnten, war so atemraubend - wie ein kleines Paradis eben.


Zuerst durften wir die freilaufenden Schafe füttern - Zuhause sind Schafe meine Nachbarn, das war also nichts Besonderes. Aber die Schafe wollten gekrauelt werden und waren total zugänglich, wie Hunde. Das war dann doch etwas anders als bei den feigen Schäfchen bei uns im Norden.




Ich weiß, toller Touri!







Als kleine Stärkung gab es dann Tee und selbstgebackene Cookies von der Gastgeberin.
Ich nenn sie mal Nicky, das ist einfacher.
Danach hat Nicky uns dann das umliegende Gelende gezeigt. Neben dem Haus war ein hoher Berg, der das Gelände so halb umgeben hat.


Und wie ihr da vielleicht schon sehen könnt, sind da so kleine Holzhüttchen.
Und jetzt ratet mal, welche kleinen Bewohner in diesen Hütten leben!





Pingine!
Diese kleinen süßen Tierchen brüten nämlich in den kleinen Häuschen.
Normalerweise bauen sie sich ihre kleinen Höhlen selber doch das kann bis zu drei Jahren dauern, bis so eine kleine Höhle fertig ist!
Wieso dann nicht die nehmen, die jemand anderes schon gebaut hat!


Wenn ein Pinguin Männchen sich aber doch dazu entscheidet, drei Jahre harte Arbeit auf sich zu nehmen, sieht das so aus. -->
Wenn die Höhle dann fertig ist, sucht das Männchen ganz viele Stöcker. Je mehr Stöcker, desto besser, denn darauf stehen die Pinguin Weibchen!
Nachdem die Richtige gefunden ist und die Flitterwochenzeit vorbei ist, geht es bald ans Brüten. Die werdenden Eltern wechseln sich ab mit dem Brüten, sodass immer einer runter zum Wasser watscheln kann, um für Futter zu sorgen.
Viele dieser Holzhäuser und Höhlen sind am Fuße des Berges. Manche Höhlen sind aber auch etwas weiter oben und eifrige Eltern tapern dann den ganzen Weg runter zum Meer und wieder hoch! Nicky hat erzählt, dass die Pinguine manchmal bis zu 8 Stunden am Tag unterwegs sein können, nur um Futter zu besorgen!
Wenn das kleine Pinguinbaby dann nach 9 Wochen Brützeit schlüpft, wechseln sich die Eltern am Anfang immer noch ab mit der Futterwanderung.
Irgendwann jedoch, wenn das Pinguinkücken alt genug ist, gehen beide Eltern los um Futter zu fangen. Irgendwann soll das Pinguinkind ja auch auf eigenen Watscheln stehen können!
Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass die Eltern nicht mehr zurück kommen.. Denn auf ihrem Weg runter zum Meer kann es sein, dass sie Seehunden begegnen.

Wimmelbild - wer kann 4 Seehunde finden?
Wenn so etwas passiert, ist das kleine Pinguinbaby aber keinesfalls auf sich allein gestellt, da springen dann nämlich Nicky, ihre Familie und einige freiwillige Helfer ein. 
Nicky hat uns erzählt und auch gezeigt, dass sie und die anderen regelmäßig alle Holzhäuser kontrollieren.
Sie achten dabei darauf, ob die Eltern noch am brüten sind, ob die Kücken schon geschlüpft sind, ob die Kücken genügend Gewicht zulegen und - ja, da achten die wirklich drauf - ob die Kücken auch genug ihr Geschäft verrichten! 
Wir waren auf der Suche nach der Hütte Nummer 57, denn in der kleinen Hütte war ein Pinguinbaby, welches Nicky sich noch mal anschauen wollte. 
So klein, süß und flauschig (ich werd wahnsinnig!).



Auf unserem Weg um den Berg an der Bucht entlang kamen wir dann an eine kleinen Aussichtsplattform an, von der wir die Seehunde beobachten konnten.
Es war übrigens grade erst passiert, dass Eltern nicht mehr zurück gekommen sind und ein kleines Pinguinkind seine Eltern verloren hat.
Doch zum Glück haben Nicky und ihre Helfer das rechtzeitig bemerkt! Deswegen heißt der kleine auch Lucky.
Luckx lebt zwar auch in einer kleinen Holzhütte, allerdings nicht mehr auf dem Berg sondern im Garten von Nickys Familie!



Noch an dem Abend sollte der kleine Lucky ins Meer gesetzt werden und irgendwann wird er wohl wieder zurück kommen, seine eigene kleine Höhle bauen und selber ein kleinen Glückkeks in die Welt setzen! ♥

Danach hat uns Nicky wieder nach Akaroa gefahren, wir saßen noch ein wenig in der Sonne am Strand und haben den Nachmittag ausklingen lassen.
Irgendwann waren wir alle aber viel zu hungrig und sind wieder hoch zu unserem Hostel gefahren.
Und wir talentierten Köche haben uns schön Nudeln mit Ei und Tomatensoße gegönnt!
Richtiges Backpacker Essen.
Jedoch mit den ein oder anderen Hindernissen...
Wenn der Verstand versagt hilft nur noch Gewalt!


der Kochtopf hatte nur noch einen Henkel und der Topf war bis zum and voll mit heißem Wasser und Nudeln.. doch G.I. Jane, äh, Sara, kennt da nichts! (wenns ums Essen geht)


Dann war das Essen endlich fertig! 1 Kilo Nudeln für 5 hungrige Mädels!
Ob was übrig geblieben ist? Was glaubt ihr denn?

Montag, 9. Februar 2015

Akaroa #2 + ein paar Gedanken

*bild von laura
Am Samstag in Akaroa haben wir uns dann etwas aufgeteilt.
Die Amanda ist mittags auf eine Bootstour gegangen und wir anderen vier haben eine Nature Scenic Tour gebucht.
Das heißt, wir sind mit einem kleinen Van durch die Gebirge gefahren und sind oft ausgestiegen um Fotos zu machen und auch mal ein wenig rum zu laufen.
Die Tour war super schön!

*bild von laura
 Wir sind einmal auf die andere Seite des Berges gefahren und sind dort etwas rumgelaufen.
Das Wetter war da leider noch nicht soo gut, deswegen wirken die Farben auf den Fotos leider nicht so schön.

Aber wenn man da so steht und auf den Pazifik schaut, nicht genau erkennt, wo das Meer aufhört und wo der Himmel beginnt, dann weiß man, dass man einmal am anderen Ende der Welt steht.
Wenn ich hier auf meinem Bett in meinem Zimmer sitze und so vor mich hinschreibe, fühlt es sich nicht so an, als wäre ich mehr als 20000 Kilometer von euch entfernt.
Aber da fühlte es sich zum ersten Mal wirklich an.


Ich bin am anderen Ende der Welt.

Wo hört die See auf und wo beginnt der Himmel?

Ich weiß nicht, ob man das auf den Fotos so richtig sieht, aber als wir da standen und auf das Meer schauten, sah es aus wie eine blaue Leinwand, die an manchen Stellen die Farbe verändert.


Es ist so schwierig das Gesehene mit Worten zu beschreiben. Ich finde keine passenden Worte dafür.




Als wir dann weiter gefahren sind, haben wir noch einen Stop gemacht und sind durch 'die Büsche' gelaufen bzw. geklettert!





Da kam dann auch die Sonne endlich wieder zum Vorschein!

Oft sah es gar nicht so anders aus als im Schobüller Wald, doch wenn dann plötzlich eine Palme zwischen den Ästen zu sehen war, viel mir wieder ein, dass ich doch nicht Zuhause durch den Wald spaziere..

Das ist übrigens neuseelands Silberfarn, die neuseeländische Nationalpflanze, die auf dem Wappen zu sehen ist.
Wieder ins Auto gestiegen sind wir dann zu einem Aussichtspunkt gefahren, der mir den Atem geraubt hat.
700 Meter über dem Meeresspiegel hatten wir einen unendlich schönen Ausblick über den Akaroa Harbour.
Und als wir da zwischen den Bäumen durch geschaut haben, schien die Sonne so schön und das Meer sah so unglaublich blau aus...

 Sieht das nicht einfach abgefahren aus? Es ist so riesig dort! Das alles war mal ein Vulkan. Was für ein riesiges Teil das gewesen ist!
Mich haut das einfach so um. Und ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich da oben wirklich stand, dass ich das mit meinen Augen gesehen habe - dass ich wirkich dort war.
Ich bin verliebt. Verliebt in diese Natur, in alles was ich hier erlebe!



stop waiting for friday, 
for summer, for someone to
fall in love with you, for life.
happieness is achieved when 
you stop waiting for it and
make the most of the moment
you are in now.





Total überwältigt von all dem, sind wir dann wieder weiter gefahren. Der nächste Halt war dann auf einer kleinen, total abgeschiedenen Farm, die ein bisschen was vom Paradis hatte, wenn man an sowas glauben mag.
Und was ich dort alles gesehen habe und welchen kleinen Glückspilz ich kennengelernt habe, könnt ihr im nächsten Post lesen!

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Ich denke oft an Zuhause.
An die Rituale, dich sich mit der Zeit entwickelt haben. An die Dinge, die mir wichtig geworden sind.
Ich denke oft an die Menschen die ich liebe. Die Menschen, die auch bei mir sind, obwohl wir so weit voneinander entfernt sind.
Ich denke an all die schönen Zeiten und an all die Dinge die ich schon erlebt habe, mit all den Menschen die mich dort begleitet haben.
Ich denke auch an die Zeiten, die nicht so schön waren, weil die auch dazu gehören. Zu mir gehören.
Ich denke an die Sachen die mir mal wichtig waren. Aber noch viel mehr an das, was mir immer noch wichtig ist.
Ich denke an viele Dinge, die ich gesagt habe. An Dinge, die ich gemacht habe. Dinge, für die ich stehe. Zu denen ich stehe!
Ich denke an all diese Sachen, die Menschen, die Momente, weil sie alle das aus mir gemacht haben, was ich jetzt bin. Und dann denke ich, dass ich ja noch gar nicht fertig bin, weil noch so viel passieren wird.
Dass das was ich jetzt bin nur ein winziger Teil von dem ist was ich mal sein werde.
Und ich bin froh, dass all das zu mir gehört, die lustigen Momente, die guten Zeiten! Die unschönen Dinge, die Rückschläge und Niederlagen. Die kleinen Momente, die gar nicht so klein sind, weil sie so eine große Bedeutung haben.
Die Momente, bei denen ich dachte, dass sie mein ganzes Leben beeinflussen werden und dann aber doch so nichtig sind, dass sie nur einen Abschnitt kennzeichnen, der jetzt vorbei ist.
Weil das alles, alles was passiert ist, alles was nicht passiert ist, alles was noch passieren wird.. meine Pläne, Ideen und Gedanken,weil das alles mich auf die Wege geführt hat, die ich jetzt gehe und bald gehen werde.
Und am meisten freue ich mich über die Menschen die einfach so in mein Leben spaziert sind und mit mir diese Wege gehen und mein Leben so schön machen!
Ihr alle gehört nicht nur zu meiner Familie, meinen Freunden und Geliebten! Ihr gehört zu mir und ich zu euch.
Ich denke oft an Zuhause. An Fremde, die zu Freunden wurden. An Freunde, die zu Fremden wurden. An Freunde, die zu Familie wurden.
Meine Familie.
Wo Leben beginnt und Liebe niemals endet.


Von Fremden zu Freunden. Von Freunden zu Familie
Danke ♥

Samstag, 7. Februar 2015

Akaroa #1

 Am Freitag den 6. Februar sind Amanda, Laura, Melanie, Sharon und ich los nach Akaroa gefahren!
Am Freitag war Waitangi-Day, der neuseeländische Nationalfeiertag, deswegen hatten wir ein langes Wochenende und konnten einen Tag länger unterwegs sein.

Nach 2 Stunden Autofahrt waren wir dann auch schon in Akaroa! Doch wo ist unser Hostel? Da mussten wir noch mal weitere 7km hin fahren!
Wir waren nämlch für zwei Tage im Onuku Farm Hostel und das liegt mitten auf einem der umliegenden Hügel* um Akaroa.

*vor Millionen von Jahren waren die Hügel um Akaroa
mal ein Vulkan. Ein ziemlich großer!

 
 Vor Millionen von Jahren war das 'Gebirge' um Akaroa alles ein riesen großer Vulkan! Der ist dann eines Tages ausgebrochen und durch die Lava ist viel von dem umliegenden Gebiet zerstört worden und das umliegende Meer (der Südpazifik) konnte sich so seinen Weg in das Innere des Vulkans machen. Dadurch wurde der Vulkan sozusagen 'stillgelegt' und irgendwann, Millionen von Jahre später, haben sich dort dann auch Menschen angefunden.


 Als kleines Willkommensgeschenk haben wir dann diese Zucchini bekommen! Ich fand das total super, allerdings waren die anderen nicht solche Zucchini-Fans wie ich.. 


Das war unser kleiner Caravan
Die erste Nacht mussten wir getrennt schlafen, da wohnten Laura und ich im Wohnwagen und die anderen Mädels haben sich ein Zimmer im Haus geteilt.
Und eigentlich war der Wohnwagen ganz niedlich, jedoch seehr kalt und winddurchlässig.
Aber die Mädels die in dem Hostel gearbeitet haben waren ganz lieb und haben uns noch zwei Wärmflaschen mitgegeben, dann war es nicht mehr ganz so kalt.



 Das Gelände des Hostels ist übrigens super groß, das war uns gar nicht so klar. Aber es gibt super viele, schöne (und anstrengende) Wanderrouten und auch super schöne und romantische Möglichkeiten dort zu übernachten!
Es gibt zum Beispiel sogenannte 'Stargazer' die etwa so groß sind wie ein Drei-Mann-Zelt, jedoch sind sie aus Holz gebaut und ein Teil der Schräge ist aus Glas, sodass man in den Sternenhimmel schauen kann. Wenn das nicht schön ist!
v.l. Melanie, Amanda, Sharon und Laura ♥






  Noch schnell die leckeren, selbstgebackenen Hörnchen von Laura gegessen und dann sind wir wieder los nach Akaroa. Wir alle waren seehr hungrig

.

In einem super idyllischem kleinen Restaurant haben wir es uns dann draußem im Garten gemütlich gemacht uns erst mal den Bauch mit leckeren Burgern und Hot Chips vollgeschlagen!








Es hat nicht lange gedauert, da haben wir von diesen kleinen Kollegen Besuch bekommen. Die hatten wohl auch Hunger!
Die kleinen Spatzen waren auch überhaupt nicht scheu, sie sind ganz mutig zu uns geflattert und wollten etwas von unserem Essen haben.
Jeder der mich kennt, weiß, dass ich nur ungern mein Essen teile..
Der super schöne Garten des Restaurants in dem wir saßen
.


... übrigens gab es zwar auch ein Bad im Haus, es gab allerdings auch Toiletten und Duschen draußen.
Hier könnt ihr eine der Duschen sehen, die man dort benutzen konnte. Das Wasser war sogar warm dort!