Montag, 9. Februar 2015

Akaroa #2 + ein paar Gedanken

*bild von laura
Am Samstag in Akaroa haben wir uns dann etwas aufgeteilt.
Die Amanda ist mittags auf eine Bootstour gegangen und wir anderen vier haben eine Nature Scenic Tour gebucht.
Das heißt, wir sind mit einem kleinen Van durch die Gebirge gefahren und sind oft ausgestiegen um Fotos zu machen und auch mal ein wenig rum zu laufen.
Die Tour war super schön!

*bild von laura
 Wir sind einmal auf die andere Seite des Berges gefahren und sind dort etwas rumgelaufen.
Das Wetter war da leider noch nicht soo gut, deswegen wirken die Farben auf den Fotos leider nicht so schön.

Aber wenn man da so steht und auf den Pazifik schaut, nicht genau erkennt, wo das Meer aufhört und wo der Himmel beginnt, dann weiß man, dass man einmal am anderen Ende der Welt steht.
Wenn ich hier auf meinem Bett in meinem Zimmer sitze und so vor mich hinschreibe, fühlt es sich nicht so an, als wäre ich mehr als 20000 Kilometer von euch entfernt.
Aber da fühlte es sich zum ersten Mal wirklich an.


Ich bin am anderen Ende der Welt.

Wo hört die See auf und wo beginnt der Himmel?

Ich weiß nicht, ob man das auf den Fotos so richtig sieht, aber als wir da standen und auf das Meer schauten, sah es aus wie eine blaue Leinwand, die an manchen Stellen die Farbe verändert.


Es ist so schwierig das Gesehene mit Worten zu beschreiben. Ich finde keine passenden Worte dafür.




Als wir dann weiter gefahren sind, haben wir noch einen Stop gemacht und sind durch 'die Büsche' gelaufen bzw. geklettert!





Da kam dann auch die Sonne endlich wieder zum Vorschein!

Oft sah es gar nicht so anders aus als im Schobüller Wald, doch wenn dann plötzlich eine Palme zwischen den Ästen zu sehen war, viel mir wieder ein, dass ich doch nicht Zuhause durch den Wald spaziere..

Das ist übrigens neuseelands Silberfarn, die neuseeländische Nationalpflanze, die auf dem Wappen zu sehen ist.
Wieder ins Auto gestiegen sind wir dann zu einem Aussichtspunkt gefahren, der mir den Atem geraubt hat.
700 Meter über dem Meeresspiegel hatten wir einen unendlich schönen Ausblick über den Akaroa Harbour.
Und als wir da zwischen den Bäumen durch geschaut haben, schien die Sonne so schön und das Meer sah so unglaublich blau aus...

 Sieht das nicht einfach abgefahren aus? Es ist so riesig dort! Das alles war mal ein Vulkan. Was für ein riesiges Teil das gewesen ist!
Mich haut das einfach so um. Und ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich da oben wirklich stand, dass ich das mit meinen Augen gesehen habe - dass ich wirkich dort war.
Ich bin verliebt. Verliebt in diese Natur, in alles was ich hier erlebe!



stop waiting for friday, 
for summer, for someone to
fall in love with you, for life.
happieness is achieved when 
you stop waiting for it and
make the most of the moment
you are in now.





Total überwältigt von all dem, sind wir dann wieder weiter gefahren. Der nächste Halt war dann auf einer kleinen, total abgeschiedenen Farm, die ein bisschen was vom Paradis hatte, wenn man an sowas glauben mag.
Und was ich dort alles gesehen habe und welchen kleinen Glückspilz ich kennengelernt habe, könnt ihr im nächsten Post lesen!

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Ich denke oft an Zuhause.
An die Rituale, dich sich mit der Zeit entwickelt haben. An die Dinge, die mir wichtig geworden sind.
Ich denke oft an die Menschen die ich liebe. Die Menschen, die auch bei mir sind, obwohl wir so weit voneinander entfernt sind.
Ich denke an all die schönen Zeiten und an all die Dinge die ich schon erlebt habe, mit all den Menschen die mich dort begleitet haben.
Ich denke auch an die Zeiten, die nicht so schön waren, weil die auch dazu gehören. Zu mir gehören.
Ich denke an die Sachen die mir mal wichtig waren. Aber noch viel mehr an das, was mir immer noch wichtig ist.
Ich denke an viele Dinge, die ich gesagt habe. An Dinge, die ich gemacht habe. Dinge, für die ich stehe. Zu denen ich stehe!
Ich denke an all diese Sachen, die Menschen, die Momente, weil sie alle das aus mir gemacht haben, was ich jetzt bin. Und dann denke ich, dass ich ja noch gar nicht fertig bin, weil noch so viel passieren wird.
Dass das was ich jetzt bin nur ein winziger Teil von dem ist was ich mal sein werde.
Und ich bin froh, dass all das zu mir gehört, die lustigen Momente, die guten Zeiten! Die unschönen Dinge, die Rückschläge und Niederlagen. Die kleinen Momente, die gar nicht so klein sind, weil sie so eine große Bedeutung haben.
Die Momente, bei denen ich dachte, dass sie mein ganzes Leben beeinflussen werden und dann aber doch so nichtig sind, dass sie nur einen Abschnitt kennzeichnen, der jetzt vorbei ist.
Weil das alles, alles was passiert ist, alles was nicht passiert ist, alles was noch passieren wird.. meine Pläne, Ideen und Gedanken,weil das alles mich auf die Wege geführt hat, die ich jetzt gehe und bald gehen werde.
Und am meisten freue ich mich über die Menschen die einfach so in mein Leben spaziert sind und mit mir diese Wege gehen und mein Leben so schön machen!
Ihr alle gehört nicht nur zu meiner Familie, meinen Freunden und Geliebten! Ihr gehört zu mir und ich zu euch.
Ich denke oft an Zuhause. An Fremde, die zu Freunden wurden. An Freunde, die zu Fremden wurden. An Freunde, die zu Familie wurden.
Meine Familie.
Wo Leben beginnt und Liebe niemals endet.


Von Fremden zu Freunden. Von Freunden zu Familie
Danke ♥

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